Wir sind komplett fürs Biken. Wir lieben's, wir feiern's, steckt uns in Merino und jagt uns ein paar Hänge runter – glücklicher sind wir kaum je. Aber Shiggy auf seinem neuesten Trail Cowboy Town fahren zu sehen? Jumpscare nach Jumpscare. Vom Irren höchstpersönlich entwickelt, ist Shiggys neuester Trail genau dieser Puls-im-Hals, grad-ein-bisschen-im-Mund-gekotzt Kick, für den wir leben.
Klar haben wir Shiggy mit einem fresh Bike-Kit ausgestattet (holler, Diversion), ihm beim Shapen zugeschaut, uns fast in die Hosen gemacht, als er das Ding gefahren ist, und uns danach für einen Schwatz über den ganzen Prozess hingesetzt. Das ganze Gespräch findest du unten.


Was hat die Features und den ganzen Choose-your-adventure-Style dieses Trails inspiriert?
Die ursprüngliche Trail-Line war richtig stark, aber ziemlich runtergerockt, weil der erste Builder weggezogen war. Ich bin vor ein paar Jahren von North Vancouver nach Squamish gezogen und war schon länger auf der Suche nach einem Spot, an dem ich ein paar Features umsetzen konnte, die mir schon länger im Kopf rumspukten. Ich hatte mega Bock, etwas Old-School-North-Shore-Flavour nach Squamish zu bringen – mit ein paar neuen Twists.
Wie beeinflusst dein Hintergrund im Freeride-Skiing deinen Blick auf einen Bike-Trail?
Wie ich Gelände lese, ist stark von meinem Ski-Hintergrund geprägt, und das zeigt sich sowohl beim Fahren als auch beim Shapen. Ich arbeite gern mit dem natürlichen Terrain und den Materialien vor Ort, um das zu pushen, was schon da ist. Und weil ich früher auch in Terrain Parks gearbeitet habe, wollte ich etwas von diesem jibby Vibe in den Trail bringen. Der Side-Hop aufs erste Feature ist davon inspiriert, mit Skis auf ein Street Rail zu springen.


Was ist dein Lieblingsteil daran, einen neuen Trail zu planen und zu shapen?
Die Befriedigung, eine Idee zum Leben zu bringen, ist brutal gut – vor allem, wenn sie so aufgeht. Was nicht immer der Fall ist, haha. Sobald ich die Schaufel in die Erde stecke und Fortschritt sehe, bin ich komplett süchtig nach dem Prozess. Und wenn dann andere drüberfahren und ihren eigenen Stil reinbringen, ist das die Kirsche obendrauf.
Ich mag es auch total, Trails spannend zu machen. Ob du nun ein spezielles natürliches Gelände clever einbindest oder Saloon-Türen mit Wippeffekt bastelst – draussen darf's ruhig weird und lustig bleiben. Voller Respekt für blaue Flowtrails, aber die Biketage, die ich nie vergesse, sind die, an denen die Trails ein bisschen sketchy wurden und die Crew nur noch gejohlt hat. Ich hoffe, das sorgt da draussen für ein paar unvergessliche Momente – selbst wenn nicht alle ihn fahren.
Lasst es da draussen weird und lustig bleiben.


Nimm uns mit durch deine letzten Tage beim Shapen und beim finalen Ride auf diesem Trail.
Diesen Trail über den Winter zu shapen, war richtig gut. So konnte ich etliche Tage mit meinem Kumpel Lorne draussen im Wald verbringen. Riesiger Shout-out an ihn für die ganze Hilfe und dafür, dass er meine wilden Ideen mitgetragen hat. Die halbe Gaudi ist ja, dem Wetter zu trotzen und mit Freunden draussen zu sein.
Als dann der Tag kam, die grösseren Features testzufahren, habe ich mich auf meinen Kumpel Isaac verlassen, damit er den Stoke und etwas Selbstvertrauen mitbringt. Es gibt kaum ein besseres Gefühl, als eine neue Line zum ersten Mal von oben bis unten am Stück zu verbinden. Läuft!
