Mutig ist angesagt. Auffällige Prints in einer brandneuen Print-Kollektion, entworfen mit talentierten Künstler:innen aus aller Welt? Noch besser.
Wir waren ziemlich stoked, kürzlich mit der südafrikanischen Künstlerin Kim van Vuuren zusammenzuarbeiten und eine komplett neue Print-Kollektion zur Mons-Party zu bringen. Gemeinsam mit unserer furchtlosen Chefin und Creative Director Hannah Acland hat Kim einen markanten Print entwickelt, inspiriert von Gipfeltouren und der Kunst der Natur.
Okay, wir haben schon fast zu viel verraten. Lies weiter für den Blick hinter die Kulissen – direkt von Hannah und Kim selbst.
Hannah Acland:
Morgen, Kim. Wie geht’s dir? Hast du gut geschlafen?
Kim van Vuuren:
Morgen Hannah! Ja, habe ich, danke.
Hannah Acland:
Wir sind hier gerade am See – das ist sozusagen unser Zuhause, mit dem Lake Wānaka direkt hinter uns. Ich dachte, wir machen den Call ganz entspannt hier am Wasser mit dir. Du bist in Kapstadt, oder?
Kim van Vuuren:
Ja, ich bin in Kapstadt. Sieht aus, als wäre es bei uns die gleiche Tageszeit! Wir hatten gerade einen mega schönen Sonnenaufgang. Hinter mir siehst du den Tafelberg.
Hannah Acland:
Ahh, stark, wie cool ist das denn? Unsere Himmel sehen fast ähnlich aus. Genau das fand ich so spannend daran, dich auf der anderen Seite der Welt zu kontaktieren. Ein paar E-Mails hin und her – und jetzt gibt’s diese richtig coole Mons-Kollektion. Und ich spreche buchstäblich mit dir an deinem Morgen und meinem Abend.
Kim van Vuuren:
Ich weiss, und wir tragen sogar das gleiche Hemd? Das haben wir gemacht! Woooh.
Hannah Acland:
Schon verrückt. Weisst du, ich habe in meinen E-Mails zurückgescrollt und die erste Mail gefunden, die ich dir geschickt habe – genau um diese Zeit vor zwei Jahren, 2024. Wir haben damals an unserer neuen Sommerkollektion gearbeitet, und ich war auf der Suche nach einer Künstlerin. Dann habe ich dich entdeckt, und wow, ich habe die Farben und die abstrakten organischen Formen sofort geliebt. Ich dachte nur: Das würde als Allover-Print auf einem Hemd richtig gut aussehen.
Kim van Vuuren:
Megaschön. Ich komme tatsächlich aus dem Textildesign und habe früher Rapportmuster für den Siebdruck entwickelt – und heute darf ich solche schönen Kollaborationen zeigen. Es ist schon spannend, wie sich alles in meinem Leben entwickelt hat. Als ich jünger war, hätte ich nie gedacht, dass mich das mal genau hierhin führt. Das ist schon ziemlich besonders.
Hannah Acland:
Und du bist Multimedia-Künstlerin, oder? Grafikdesignerin, Malerin – und ich habe gesehen, dass du auch mit KI und digitaleren Kunstformen experimentierst?
Kim van Vuuren:
Ja, ich habe das Gefühl, ich muss mich ständig weiterentwickeln. Ich bin immer im Wandel, vor allem, weil ich so viel umgezogen bin. Ich mache gefühlt alle paar Jahre so eine kleine Metamorphose durch. Mit dem Malen habe ich eigentlich erst angefangen, als ich nach Barcelona gezogen bin. Ich war plötzlich von so viel Graffiti, Street Art und Maler:innen umgeben – das hatte ich vorher nie wirklich erlebt. Es ist einfach passiert.
Hannah Acland:
Mich hat dein Umgang mit kräftigen Farben sofort angezogen. Bei Mons setzen wir stark auf Farbe. Das ist so eine spielerische Form von Ausdruck – gerade bei Gear, das du draussen trägst.
Okay, zum Kollaborationsprozess. Ich glaube, weil wir beide Grafikdesignerinnen sind, hatten wir eine gemeinsame Sprache, mit der wir den Prozess easy voranbringen konnten. Was mir aber besonders wichtig war: die Integrität deiner Ideen und deiner Gedanken zu Farbe zu bewahren und das Ganze roh und echt nach dir aussehen zu lassen. Wie hast du die Zusammenarbeit erlebt?
Kim van Vuuren:
Ja, das mochte ich. Es ist immer grossartig, mit einer Marke zu arbeiten, die mir diesen kreativen Freiraum lässt – das hat richtig Spass gemacht. Wenn ich jetzt zurückblicke, war es ein sehr organischer Prozess. Von den ersten Skizzen bis in den digitalen Ablauf hinein lief alles super smooth, genau wegen dieses Vertrauens.
Hannah Acland:
Da hast du recht, dieses Vertrauen ist wirklich da. Und was hat das Design inspiriert? Dieses Hemd hier zum Beispiel.
Kim van Vuuren:
Die Landschaft inspiriert alles, was ich mache – besonders, wenn ich an das Konzept des Gipfels denke. Es ging darum, diese Bewegung dazwischen einzufangen. Das Muster im Print hat dieses Element von Bewegung und Flow zwischen den einzelnen Formen. Es geht darum, diese echte Essenz des menschlichen Geistes in der Natur einzufangen. Und ich meine, es ist so viel mehr als einfach nur ein Print oder ein Logo auf einer coolen Form. Es geht darum, einzufangen, was es bedeutet, draussen unterwegs zu sein. Ich bin total von der rohen Schönheit Südafrikas inspiriert. Eigentlich bin ich ein Kleinstadt-Mädchen – mein Vater war Blumenbauer, also bin ich auf einer Blumenfarm in den Bergen aufgewachsen.
Hannah Acland:
Ich liebe das – du kommst von einer Blumenfarm und ich von einer Schaffarm. Bei uns im Team kommt oft die Frage auf: Warum mit Künstler:innen arbeiten? Ich persönlich liebe Kunst, Design, Musik und Kultur genauso sehr wie Action- und Abenteuersport. Und als überzeugte Verfechterin von Naturfasern und dem Weg weg von Plastik ist die Möglichkeit, mit Künstler:innen und Designer:innen zu arbeiten und kreative Geschichten durch Naturfasern zu erzählen, für mich extrem spannend. Warum passt Mons Royale aus deiner Sicht so gut zu dir?
Kim van Vuuren:
Ich glaube, teilweise, weil wir beide Menschen von der ‚anderen Seite der Welt‘ sind. Als ich in Europa gelebt habe und gesagt habe, dass ich aus Südafrika komme, sind die Leute fast ausgeflippt, weil sie noch nie jemandem aus Südafrika persönlich begegnet waren. Es ist so schön, mein Land zu repräsentieren – das ist wirklich etwas Besonderes. Und dann ist da natürlich auch noch der Aspekt mit Activewear. Ich habe mich schon immer zu Streetwear und funktioneller Bekleidung hingezogen gefühlt. Ich hatte immer das Gefühl, das wäre genau die Welt, zu der ich gehören möchte, wenn ich Kleidung entwerfe.
Hannah Acland:
In einer Welt, in der alles so schnell produziert wird, ist es schwer zu wissen, was echt ist und was nicht. Und ich glaube, inmitten von so viel Fake-Zeug ist es einfach verdammt wichtig, echt zu bleiben. Es geht nicht nur darum, möglichst gut auszusehen.
Kim van Vuuren:
Ja, ich glaube, wir teilen definitiv beide die Leidenschaft für Natur und draussen unterwegs sein. Für mich war es schon immer wichtig, mit Menschen zu arbeiten, die zu meinen Überzeugungen und Zielen passen – besonders wenn es um Nachhaltigkeit geht.
Hannah Acland:
Ich glaube, wir sind durch, Kim. Bevor wir Schluss machen, will ich einfach noch sagen: Das war wirklich so viel mehr als nur eine Kollaboration. Es verbindet Kunst und Bekleidung durch die Natur – und ich finde, das ist schon etwas ziemlich Besonderes. Also wünsche ich dir einen grandiosen Morgen. Du kannst dir jetzt einen Kaffee holen, und ich gehe Abendessen.
Kim van Vuuren:
Megaschön. Vielen Dank, das hat richtig Spass gemacht. Tschüss!
